| Tetris gilt heute als einer der größten
Computerspiel-Klassiker überhaupt und konnte weltweite Erfolge
verbuchen. Die Idee dazu stammt von dem Russen Alexei Paschitnow, der im
Jahr 1985 ein Puzzlespiel aus seiner Kindheit zum Computerspiel machte.
Schon damals zog er mit seiner einfachen Fassung all seine Kollegen in
seinen Bann.
Bald darauf wurde das Game verfeinert und mit Farbe und Sound
perfektioniert, sodass es sich schnell im gesamten Ostblock verbreitete.
Zur damaligen Zeit florierte in Ungarn der Export von Computersoftware
und Puzzlespielen, sodass sich schnell der dort ansässige Geschäftsmann
Robert Stein für Tetris interessierte. Man überließ ihm den Handel und
die Verbreitung des Spieles im Westen, woraufhin er den Verkauf an
Mirrorsoft in Großbritannien und an Spectrum HoloByte in Kalifornien
übernahm, die sofort begeistert waren von Tetris.
Probleme gab es von da an jedoch mit den Rechten für das
Computerspiel: Diese hatte Robert Stein nie besessen und so hatten nun
auch die abnehmenden Firmen Probleme. Mirrorsoft ließ vom Spielekonsolen
- Experten Atari die Idee von Tetris produzieren, woraufhin Nintendo in
Japan das Gleiche tat und sich die Rechte dafür sichern wollte. Die
Streits und Verhandlungen über die Lizenzen für Tetris wurden mit der
Zeit sogar zum Politikum und wurden heiß diskutiert. Letztlich schloss
sich Nintendo mit dem Erfinder Paschitnow zusammen und gemeinsam
erlangte man die Rechte für den Kassenschlager Tetris, der zum
Riesenerfolg wurde.
Mirrorsoft und Atari hingegen gingen durch ihr relativ
unprofessionelles Verhalten in dieser Sache bankrott und mussten
tausende von Spielekonsolen vernichten. Das Spiel wurde insgesamt acht
Millionen mal für den Nintendo und etwa 17 Millionen mal für den darauf
folgenden GameBoy verkauft. Der Vater von Tetris, Alexei Paschitnow,
erhielt zu dieser Zeit keinen Anteil vom Gewinn.
Erst 1996, als die Rechte für Tetris ausliefen, gestand man ihm einen
Teil zu, der jedoch vernichtend gering war. Nachdem Paschitnow eine
eigene Software-Firma in Seattles aufgebaut hatte, arbeitet er heute für
Microsoft. |